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Obwohl Horst mit 35,4 Pfund sehr gut "vorlegte" konnte Ron Werchosch dennoch den Kapitalsten und damit auch sein Personal Best auf die Matte legen. Die Waage zeigte exakt 53,2 Pfund. Herzlichen Glückwunsch Ron. Beim Klick auf das Foto wird dieses vergrößert - kann etwas dauern. Viel Freude beim ansehen!
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Gefischt hat Ron mit einem Nash Boilie, süß und nach Whisky riechend. Selbstgebautes LeadCore war auch mit im Spiel.
© Foto Horst K. Berghäuser
Der Biss kam am frühen morgen, genau gesagt an einem Mittwoch. Wir waren am Sonntag angereist und wollten für eine Woche am See bleiben. Es war Ende April - Anfang Mai und für die Jahreszeit eigentlich zu warm. Wir hatten durchschnittlich 27 Grad und 18 Grad Wassertemperatur. Es war strahlender Sonnenschein und wir waren glücklich. Glücklich wieder einmal zu fünft für eine Woche am Wasser zu sein, ohne Frau - Kind und Kegel - einfach so unter Freunden, unter Männern.
Schon in der ersten Nacht hatte ich einen Fullrun, war aber so müde und verschlafen, dass ich zu spät an meiner Rute war. Na ja, was solls. Der Montag begann ruhig. Wir besorgten uns in der nächsten Stadt alles notwendige Essens und Trinkenmaterial und schliefen tagsüber ein wenig. Gegen 20 Uhr fing Dirk und gegen 22 Uhr Horst je einen ca. 10-pfünder. Gewogen haben wir nicht, sondern die Fische gleich wieder ihrem Element zurück gegeben. Am kommenden Morgen fing Horst einen 35,4 - pfünder und brachte sich damit an die Spitze unseres kleinen Wettbewerbes. Dirk und Niko legten jeweils mit einem 30-pfünder nach.
Bei mir war immer noch "tote Hose" - aber ich wollte nichts verändern, sondern meiner Montage und meinem Boilie treu bleiben. Ich musste mir zwar einige Gehäme anhören, konnte damit aber gut leben.
Mittwoch früh gegen 6 Uhr bekam ich auf meiner linken Rute einen Fallbiss, war aber wieder mal zu spät. Der Morgen war traumhaft schön und wach war ich nun auch schon mal. Ich beschloss erst mal eine zu rauchen und dann für die Kollegen Kaffee zu kochen. Gerade als ich meine Feuerzeug suchte bekam ich auf der rechten Rute einen Fallbiss. Da ich direkt zur Stelle war, also direkt neben der Rute stand und alles beobachten konnte, saß der Anhieb.
Anfangs war der Drill eher unspektakulär, als sich der Fisch dann aber dem Ufer näherte und zum ersten mal den Kescher sah, war er der Meinung mir einmal seine ganze Stärke demonstrieren zu müssen. Ich war mehr als beeindruckt. Nach 30 min. allerdings war seine Kraft zu ende und Horst konnte den Kapitalen landen. Wir hatten schon gesehen, dass es ein ungewöhnlich starker Fisch sein musste, aber erst als Horst vorsichtig den Kescher mit Inhalt aus dem Wasser hob, war klar, dass hier auch einiges an Gewicht drinne war.
Die Waage brachte das Ergebnis 53,2 Pfund - ich hatte also das erste mal die 50-iger Marke geknackt. Wir nannten den Fisch "Erna" - und fast genau ein Jahr später sollten wir Erna wieder treffen.
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